Heute im Unterfränkischen Dettel-bach als 48-iger Jahrgang im Ruhe-stand niedergelassen blicke ich als Radsport Freund wehmütig und ein wenig neidisch auf meine Höchst- form Leistung in der aktiven Rad- rennsport Zeit zurück. Ein Sport, dem  ich mich  immer  noch auch im
"hohen" Alter am Speed insofern zwangsläufig entsprechend leistungsreduzierend mit einem Mounten Bike zu immerhin rund 10.000 km / Jahr auch im strengsten Winter mit täglichen Train- ingsfahrten noch begeisternd zuwende, welche den größten Zeitrahmen meiner Freizeit einnehm- en.

Zum Radsport bin ich wie man so schön sagt, wie „die Jungfrau zum Kind“ in meiner frühen Jugend während meiner Ausbildungszeit als Maschinen- schlosser am beruflich ersuchten Ausgleich ge- kommen.

Hatte damals jeden Tag nach Feierabend 100 km mit dem Rennrad im nahen bergischen  Land meiner  Geburtsstadt  Essen ( NRW ) trainiert und

bin über einen Verein in Essen Kray-Leithe zur regelmäßigen Sonntäglichen Wettbewerbsteilnahme gekommen, wobei ich als 18- jähriger nicht mehr in der Jugend, sondern in der untersten Erwachsenen C-Klasse einsteigen musste.

In diesem Handicap lag ich in den Platzierungen im ersten Jahr bei Strecken von z.T. 260 km ( Rund um Köln ) weit hinten, wobei ich erst im Folgejahr urplötzlich im Umfeld der bekannten Mitstreiter in der Regel eine Platzierung unter den 20 bis 30 Ersten im Teilnehmerfeld von z.T. > 200 Fahrern einnehmen konnte und mich stets geärgert hatte, dass ich als 11-ter oder 13-ter nie unter die ersten 10 kam und keinen Preis entgegen nehmen konnte, in der damaligen Zeit als 10-ter meist ein teurer Schlauchreifen oder ähnliches Zubehör.

Am Höhepunkt meiner Wettbewerbsteilnahmen wäre ich wahrscheinlich langfristig in die nächst höhere B-Klasse in der schon größeren Leistungsanforderung eingestuft worden, dem auch einige Fahrer aus dem Deutschen Amateur National Team angehörten, mit denen man zusammen angetreten war.

Beim Wettbewerbsstart die A und B Klassen Fahrer für dieselbe Strecke damals jeweils zueinander einige Minuten ( 10 und mehr ) später nach dem Antreten der C Klassen Fahrer startend mit denen praktisch gemeinsam im Wettbewerb stehend insofern ein Platz unter den ersten 20 als C Fahrer bemerkenswert erschien.

Aus sportlicher Sicht bedauerlicherweise meine Radrennlaufbahn wegen meiner Studienaufnahme zum staatlich geprüften Maschinenbautechniker 1968 insofern auch am Druck meiner Eltern an den Nagel gehängt werden musste,

wollte man die berufliche Entwicklung nicht durch etwaige Radrennstürze / Unfälle gefährden, nachdem ich mir selbst im Training zu Sturz gekommen einen Schambeinbruch mit längerer Klinikeinweisung eingehandelt hatte und ein Vereinskollege bei seiner Trainingsfahrt am Verkehrsunfall fast zu Tode ge- kommen war.

Aus heutiger Sicht ärgerlich, hatte ich dann mein Rennrad aus einem leichten Reynolds Rahmen und mit besten Campagnolo Schaltwerk mit einem zur damaligen Zeit üblichen, maximalen 5-fach Zahnkranz am kleinsten Ritzel von 13 Zähnen und zweifach Kettenblatt am größten Anteil von 53 Zähnen so mit einer maximalen 4-fach Kurbelübersetzung bestückt, verkauft.

  

Erst 10 Jahre später, zuvor als Entwicklungshelfer in Sambia ( Ost Afrika ) tätig und später beruflich dort eingebürgert, hatte ich mich erneut dem Radrennsport zugewendet, nachdem in Luanshya im Copperbeld des nördlichen Sambias über einen kleinen Rad- sportverein "Roan Wheelers" unter englischer Sponsorenführung auch Wettbewerbszu- gänge ermöglicht waren.

Ich hatte dann von einem Tag auf den Anderen mit dem Rauchen aufgehört und habe mich zunächst in kleinen Schritten nach Feierabend mit täglich lediglich zu rund 10 km Flach- und 2 km Berganstieg end- enden Strecke hin und zurück unter verkürzenden Zeitabständen ausfahrend wieder fit gemacht.

Im Folgejahr konnte ich dann als Einzelfahrer in dem international ausgeschrieben einwöchigen Wett- bewerb „Tour of Zambia“ teilnehmen, in dem Sambia mit einem aus einheimischen und europäisch ge- mischten A und B Nationalteam angetreten war.

Nach einem Jahr meines intensiven Aufbautrainings zu dem nach 10- jähriger Pause aus- gerichteten Neuanfang konnte ich im 50 km Zeitfahren die Strecke mit knapp unter 65 Minuten immerhin im Speed von rund 46 km / h bewältigen und hatte als bester Einzelfahrer die Gesamtstrecke von 541 km als 17-ter in 13 Std. 5 1/2 Min. mit 35,9 km / h zurück gelegt.

Als 29- Jähriger geschädigter Dauerraucher in der aus sportlicher Sichtweite eigentlich unzureichenden Radsportzuwendungsentwicklung sicherlich eine bemerkenswerte Leistung, wird aber auch der Klassen- unterschied im Vergleich zur Performens deutlich, hatten die italienischen Amateurteilnehmer einer nationalen Armeemannschaft die Strecke in 55 Minuten zurückgelegt, was einem enormen hohen Speed von 54,5 km / h entspricht.

  

Da meine Leistung im Wettbewerb z.T. insgesamt und im Besonderen zur Einzelzeitfahrt allerdings über einige Mitglieder der Sambianischen Mannschaften lag, wurde ich nach Beendigung des Wettbewerbes in das National Team bestellt

und konnte dann im Folgejahr Sambia in den o.g. Tournamenten Reunion und Mauritius vertreten, wobei wir in der 4.000 m Team Zeitfahreröffnung in Reunion von 10 internationalen Teams zum Er- staunen aller in der Presse und TV Übertragung zum europäischem Wettbewerb hervorhebend vorge- stellt als viert schnellste Mannschaft trotz misslungen Einreihungsstart aufgetreten waren. Im Laufe des Wettbewerbes allerdings insgesamt am Vulkanischen Ursprung der Insel so erheblich gebirgigen Streck- enführung mit nicht gewohnten, teilweise längeren Steigungen von 15 – >20% in die hinteren Platzier- ungen rutschten.

Dabei ist ein Schlüssel Erlebnis in besonderer Erinnerung geblieben, wobei jeder aus unserer Mannschaft nach dem Tournament eine äußerst dazugewonnene Erfahrung mit nach Hause bringen konnte.

So waren wir nach 3 Tagen bereits so "kaputt", dass wir selbst beim Abendessen Probleme mit der Nahrungsaufnahme hatten, was sich natürlich auf die Leistung als negativ belastender Bumerang Effekt auswirkte. Dagegen die Italiener und Franzosen in lustiger Runde beim Abendessen noch ihren Rotwein genießen konnten und auf uns beruhigend einwirkend auf das Kurzstreckenrennen von 90 km am kommenden Tag zu verstehen gaben, dass wir uns da ja ein wenig ausruhen könnten, führt die uns ungekannte Strecke diesmal ja "nur der Küste entlang". Den Scherz hatten wir dann erst am andren Morgen erkannt.

In unserem Glauben an einen zur relativ kurzen Distanz ähnlich wie bei einem Kriterium vom flachen Kurs ausgehend hier beim Start sofort vermutenden schnellen Antritt der Wettbewerbsmannschaften hatte Ashley Cress, aus Salford / UK unsere sambianischen Kollegen und Freunde Stanley Kasonde und Nelson Phiri beim Abendessen auf eine erforderliche 15 minütige intensive Warmmachungsausfahrt kurz vor dem Start eingeschworen, meinten die beiden doch nur belächelnd, dass würden sie schon schaffen. Bis morgen währen sie, früh zu Bett gehend mit ausreichenden Schlaf wieder fit.

So kam es dann am nächsten Tag auch dazu, dass es in der Frühe erstens relativ kalt, nur Ashley und ich uns die Muskeln aufwärmend den Körper insgesamt zum Schwitzen gebracht an den Start gingen, als unsere Kollegen neben uns noch völlig relaxt auf den Startschuss warteten.

Der Starschuss kam - als bereits, von wegen "Küsten Flachstück", 2 km nach der ersten Steigung insgesamt im heftig auf und ab durchschüttelnden Streckenverlauf von unseren Kollegen nichts mehr zu sehen war. Eine Mannschaft in der "Aufwärmungsignoranz" vom Start weg nicht mehr existierte, müssen sich bei den Kollegen besonders nach den vergangenen Vorbelastungstagen in der Kälte und einem, wie erwartet sofort angelegten hohen Speed die Knochen wie versteinertes Blei, ausgewirkt haben.

Es fehlt die Erinnerung, wie viele Fahrer insgesamt am Start gewesen waren, es müssen aber noch etwa um die 70 bis 90 gewesen sein, waren ja zu den Nationalteamaufstellungen auch einige Ersatzfahrer vertreten. Jedenfalls muss die europäische "Spitzen Meute" einen derartig hohen Speed an den Tag ge- legt haben, dass sich das Feld bereits nach 10 km auflöste.

Und dann ging alles ganz schnell. Ehe ich mich versah, war ich im Fahrerfeld plötzlich selbst an letzter Stelle. Dabei konnte ich es alleine der Aufmerksamkeit von meinem Kollegen Ashley verdanken, dem ich bei der sambianischen Meisterschaft nach seiner eigenen Aussage erheblich Parole entgegensetzend nur knapp den Vortritt zum Sieg lassen musste, dass es mir nicht genau so erging wie unseren sambianischen Teamkollegen.

Ashley muss an dem Tag in einer derartig hohen Form gewesen sein, dass er mich problemlos sofort, wenn ich den Windschatten zum Fahrerfeld verlor, sich selbst zurückfallen lies und mich, ich weis nicht mehr wie oft, von hinten nicht nur wieder im Anschluss zum Feld heranführend, sondern vielmehr gleich weiter durch die Meute mit Ellenbogeneinsatz manchmal am Rand eines Sturzes an die vordere Spitze bringend hier für eine Weile an seinem Hinterrad mit dem Wettbewerb in den vordersten Positionen mithalten konnte, bis mich dann bei der nächsten Attacke wieder die Kräfte verließen und die hinteren Fahrer wieder an mir nach vorne vorbeiflogen und ich wieder Letzter in der Meute war.

Das ging wie ein Gummiband die ganze Strecke auf und ab für die restlichen 80 km so weiter. Wir kamen dann, einige Fahrer aus der Meute zwischenzeitlich auch verschleißend hinter uns lassend am Ende mit rund 30 Fahrer zeitgleich bewertend als erster am Ziel an.

Unsere sambianischen Kollegen trafen bei der kurzen Streckendistanz von 90 km sage und schreibe rund 2 Stunden später ein ( kein Schreibfehler ) und waren trotz ihrer Aufwärmmissachtung bei weitem nicht die letzten eintreffenden Fahrer bei einem entlang der Küste höchst "mörderischen" Streckenprofil mit wechselnden Steigen im Durchschnitt zu > 10%, teilweise > 15% - Eine Erfahrung, an die ich auch heute immer noch amüsierend zurückdenke.

Dann wurde ich später auf Grund zu nationalen wirtschaftlichen Problemen hier am Kindergartenzu- gang und später transparent werden Einschulungsproblemen meiner zwei Kinder, die aus meiner Heirat mit einer hübschen Sambianerin hervorgingen insofern wiederum am Radrennsportzugang zurückge- worfen, hatten wir uns "zu meinem schweren Herzen" zum Wohle der Kinder zur Widereinbürgerung in die BRD entschlossen, wo dann unter der weiteren beruflichen Laufbahn und Familienpflege kein neuer- licher Freiraum zur sportlichen Aktivitätsweiterführung zur Verfügung kam.

Insofern "der alte infizierte Radsport Hase" seine Wiederbelebung zum Sport "in Raten" erst wieder mit Ruhestandseintritt ab 2013 gelang.

Mit meinem Mounten Bike schaffe ich im Training rund um Dettelbach heute bei verschieden zuge- wendeter Streckenführung in der Rundendistanz von 12 bis 25 km ( manchmal bis zu 3 Umrundungen ) immerhin einen Durchschnitt Speed bis zu 25 km / h, kurzzeitig ohne Rückenwind im Streckenabschnitt auch schon mal 30 km / h.

Muss ich mir von meiner Frau immer wieder anhören,  dass ich damit in meinem Alter nicht über- treiben soll. Besonders nach meinem Sturz in einer Kurvenfahrt im Mai 2017, wo ich mir auf Grund eines nicht bemerkten schleichenden „Plattens“ am Vorderrad zu Fall kommend am linken Mittelfinger einen Kapselriss zugezogen hatte und viel schlimmer noch in 2016 bei einem Hill Climbing auf dem Herz-Josef-Weg in Dettelbach in Stillstand geraten aus den Klickschuhen nicht mehr befreiend aus- lösenden Sturz, wo mich mit seitlichen Körperaufschlag auf das Lenker Barend eine von 5 gebrochenen Rippen in die Lunge eintretend nur unter örtlicher Betäubung möglich eine schmerzhafte Pneumo- thorax OP (klick für Video) erwischt hatte, die ich auch nicht wiederholen möchte.

Aber "die Sucht" zum Radfahren ist einfach zu groß, fühle ich mich bei und nach meinen Train- ingseinheiten "pudelwohl" und kann nach dem Duschen völlig entspannend auch meinen Schoppen Wein zu hervorragenden Rebsorten aus der Region besonders sinnlich genießen – Unfälle auch im Haushalt auftreten können wie ich meine und sicherlich keinem falschen Leistungsansporn in einem allerdings dennoch reizenden verbessernden Zeitbewältigungsvergleich in der unerreichbaren Vergang- enheitsleistung nachgegangen wird.

Im Übrigen halte ich in Sambia noch einen nationalen Streckenrekord zu einer Zurücklegungsdistanz über 360 km von Luanshya zur Hauptstadt Lusaka in einer Zeit von rund 10 ½ Stunden = 34,3 Km / h

So bleibt meine Radsport Aktivität in einer Hobby Pflege auch im Bereich der Fotografie und des IT Umfeldes im Vordergrund, lässt die anderen Interessen dabei aber auch ergänzend einbinden.

Siehe auch Webseite [ Radsportfreunde Dettelbach ]

Anzumerken ist  noch,  dass  der  begeisterte Radsportler  familiengeschichtlich  im  seltenen Nachnamen  mit der gleichlautenden Gemeinde Walterschen bei  Altenkirchen im Westerwald verwurzelt ( siehe > Info ) und seit 1990 im Landkreis Kitzingen angesiedelt ist.

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Walterschen


Die Webseite verweist im URL Abruf der Homepage von Jürgen Walterschen unter www.walterschen.de auf seine Hobby's im Bereich Radsport, Fotografie sowie Webdesign und Info Zuführung zu seinem Standort der Stadt Dettelbach im Landkreis Kitzingen von Bayern hin.

Ursprünglich war Jürgen's Homepage über die geschäftliche Ausgabe Jürgen & Grace Walterschen GbRauch dazu verknüpft abrufbar.

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Jürgen Walterschen auch unter inFranken.de als Gewinner des Fotowettbewerbs "Mein Dettelbach" über eine Foto Ausstellung im KUK geehrt wurde, der Beitrag über die Mainpost im Hinweis auf den Neu-Dettelbacher zur Veröffentlichung kam.

Fotos von Jürgen Walterschen befinden sich auch unter Estenfeld, sowie ein Video unter Gebührenrechner. Des Weiteren ist auf Jürgen Walterschen unter Jürgen & Grace Walterschen GbRwie unter http://branchenbuch.meinestadt.deaufmerksam gemacht, die auch über Googleim Suchergebnis zugänglich sind.

Die jetzige Neu Ausgabe verweist nur noch im Hinweis zur gleichnamigen Gemeinde Walterschen by Flammersfeld im Westerwald, zu der am Ortsnamen Familien Geschichtlich verankterten Abstammung.

www.buerobedarf-walterschen.de


Die meisten von Väterlicherseits zu insgesamt 8 Geschistern hatten sich im Ruhrgebiet angesiedelt. So auch die Söhne einer meiner Cousengs Karl-Heinz Walterschen in meiner Geburtstadt Essen noch heute ansässig sind und unter www.buerobedarf-walterschen.deeinen Bürobedarf Handel betreiben.